Ayurvedisch Kochen lässt sich auf eine einfache Formel bringen:

3 x 5 = HOCHGENUSS

5 Elemente, 5 Sinne, 5 Qualitäten - das sind die Ingredienzien, die wir mit Lust und Liebe in den Kochtopf geben und gut vermischen! Leise köcheln lassen, immer wieder die Nase hinein stecken, den Augen die Kost geben und genüsslich verkosten! So entsteht Heilendes, nämlich die stärkende Basis für ein gesundes und glückliches Leben.

  • Die Energien der 5 Elemente - Raum, Wind, Feuer, Wasser und Erde - sind immer und überall wirksam, in uns selbst und in der Außenwelt. Ein möglichst ausgeglichenes Verhältnis dieser Elemente ist die Basis unseres Wohlbefindens. Die Ayurvedische Küche trägt wesentlich dazu bei.
  • Mit allen 5 Sinnen wahrnehmen: Die weichen Kräuter in der Hand spüren, die bunten Farben von Obst und Gemüse sehen, die Gewürze im Mörser knacken und die Zwiebel im Fett bruzeln hören; und wenn wir dann schon bald den Duft der Gewürze riechen und uns das Wasser im Mund zusammenläuft - dann ist an der Zeit, uns an den schön gedeckten Tisch zu setzen und zu erleben, dass es schmeckt....
  • Die 5 ayurvedischen Qualitäten von Lebensmitteln (Lokalität, Menge, Kombination, Zubereitung, Produktqualität) weisen uns den Weg zu regionalen, gesunden Produkten. Sie sind aber auch unsere Lehrmeister in Sachen Zubereitung und Speisenkombination. Was dabei herauskommt, wissen wir ja schon: einfach gutes Essen - köstlich, gehaltvoll und leicht verdaulich!

Die Ayurvedische Küche kennt also keine strengen Regeln, wir lernen aber, auf den eigenen Körper zu hören und üben uns in Achtsamkeit: Was tut uns gut, was schmeckt uns, was brauchen wir und wie fühlt sich das Essen an - nicht nur am Gaumen, sondern auch auf seiner Reise durch unseren Körper. Gehaltvolles, liebevoll zubereitetes Essen macht zwar satt und zufrieden, es macht uns aber nicht müde und liegt uns niemals schwer im Magen!

Um ayurvedisch zu kochen, brauchen wir keine exotischen Lebensmittel, wir kochen vorwiegend mit heimischen und biologischen Produkten, dies schafft Bewusstsein für das was man isst. Dabei spielt natürlich die Qualität dieser LEBENS-MITTEL eine wesentliche Rolle, aber auch die Gewürze, die wir mit Fingerspitzengefühl einsetzen: Sie sprechen unsere Sinne an und harmonisieren Körper, Geist und Seele. Wir kochen und essen also mit allen Sinnen und spüren dabei wie von selbst, was uns in der Regeln komplizierte Theorien zu vermitteln versuchen: Wir HABEN nicht Körper, Geist und Seele, sondern wir SIND es!

Ganz wie gewohnt, beginnt der Tag auch bei der Ayurvedischen Küche mit einem Frühstück. Es soll unseren Geist aktivieren und unseren Stoffwechsel anregen, damit es uns seelisch, geistig und körperlich gut geht und wir den Tag gestärkt und guten Mutes beginnen.

Das Mittagessen ist im Ayurveda die wichtigste Hauptmahlzeit. Der Körper gewinnt jetzt Energie: Das Verdauungsfeuer brennt gut, es breitet sich starker Appetit aus. Das Mittagessen soll also besonders nährend sein: Möglichst vollwertig und vielseitig, damit es uns Freude bereitet und ausreichend Energie für den restlichen Tag spendet.

Mit einer warmen, nährenden und leichten Mahlzeit verwöhnen wir den Körper am Abend und harmonisieren damit alle Körperfunktionen. Zuletzt entspannt ins Träumeland...